Zurück • Weiter

2. Kognitive Repräsentation

Wie wird das menschliche Wissen gebildet, kodiert und gespeichert? Wie denken wir? Was sind die wesentlichen strukturellen Bausteine, die Medien, die Repräsentationssysteme (RS) des Denkens und des Gedächtnisses bei der Modellbildung?

Solche und ähnliche Fragen, stellen sich Menschen, seit sie über sich selbst, insbesondere über ihr Denken als solches, nachdenken.

Im wesentlichen lassen sich die verschiedenen Theorien über die Medien kognitiver Repräsentation auf drei Grundkonzepte - zwei modale (anschauliche) und ein amodales (unanschauliches) - zurückführen und auf ihrer Basis oder einer Kombination aus ihnen erklären. Es wird entweder

Die beiden ersten Repräsentationskonzepte sind modal; sie betrachten kognitive Repräsentation als prinzipiell anschaulich, also als sinnlich wahrnehmbar, wobei der Sprache je nachdem mehr anschauliche, mehr abstrakte oder gleich viel anschauliche und abstrakte Eigenschaften zugesprochen werden. Das dritte Konzept ist amodal; es versteht Repräsentationen als vollständig unanschaulich, also als sinnlich nicht wahrnehmbar, als abstrakt.

Die in dieser Arbeit schwerpunktmäßig behandelten Submodalitäten (s. u.a. 2.2.2) werden im NLP als wesentlich für die Struktur modaler kognitiver Repräsentation betrachtet. Zur besseren Einordnung der diesbezüglichen NLP-Postulate wird zunächst ein allgemeiner Überblick über die Medien des Denkens in der kognitiven Psychologie gegeben (2.1). Erst dann folgt die Darstellung der modalen Repräsentationssysteme und insbesondere der Submodalitäten in der Auffassung des NLP (2.2). Neben der formalen Darstellung werden dabei jeweils auch schon erste Bezüge zum Bedeutungszusammenhang und zu praktischen Implikationen aufgezeigt.

Zurück • Weiter

Dr. Rupprecht Weerth, Bochhorststr. 162, D-48165 Münster, Tel. 02501-924544