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7. Vergleich mit imaginativen Techniken anderer Schulen

Um die Einordnung zu erleichtern, sollen in diesem Kapitel die bereits beschriebenen Interventionsmodelle des NLP mit denen anderer Schulen, die ebenfalls kognitive Vorstellungsprozesse einbeziehen, verglichen werden. Da keine andere dem Autor bekannte Schule ausdrücklich von Submodalitätsveränderungen Gebrauch macht, kann der Vergleich oftmals lediglich aus einer einfachen Darstellung des anderen Modells und dem Hinweis auf weitgehend fehlende Gemeinsamkeiten bestehen. Die Unterschiede sind in den meisten Fällen so offensichtlich, daß sie nicht alle einzeln genannt werden müssen. Wann immer aber implizite Submodalitätsveränderungen erkennbar sind, wird darauf, ebenso wie auf sonstige Gemeinsamkeiten, hingewiesen. In einigen Fällen wird darüber hinaus versucht, für ungünstige oder negativ bewertete Befunde innerhalb anderer Modelle eine Erklärung aus NLP-Sicht zu geben.

Zunächst werden kurz die Mnemotechniken als diejenigen Lernverfahren, die am ausgiebigsten von Vorstellungen Gebrauch machen, skizziert (7.1). Dann wird ausführlicher auf verschiedene imaginative Verfahren in der Psychotherapie, insbesondere auf solche innerhalb der Verhaltenstherapie, eingegangen (7.2). (Hierzu mußte auf sich primär psychotherapeutisch verstehende Verfahren zurückgegriffen werden, da imaginative Verfahren in den sich eher pädagogisch verstehenden Beratungsmethoden[1] entweder gar nicht oder nicht gründlich genug dargestellt werden.) Zum Schluß werden übergeordnete Gemeinsamkeiten aller Verfahren aufgezeigt sowie einige zukünftige Möglichkeiten zur integrativen praktischen und theoretischen Nutzung von Submodalitäten in Schulen außerhalb des NLP vorgeschlagen (7.3).

Natürlich können die für dieses Kapitel ausgewählten Schulen und Methoden hier nicht so ausführlich dargestellt werden, daß am Ende ein wertendes Urteil über sie im Vergleich zum NLP möglich wäre; denn dazu müßte der pädagogische bzw. therapeutische Gesamtkontext, aus dem heraus und in dem die jeweiligen Modelle und Techniken benutzt werden, Berücksichtigung finden, was den Rahmen der vorliegenden Arbeit sprengen würde. Es kann hier lediglich darum gehen, Unterschiede, Gemeinsamkeiten, Alternativen sowie integrative Möglichkeiten aufzuzeigen.

1 Die pädagogischen Beratungsschulen sind ja ihrerseits oftmals lediglich um einige Bereiche verkürzte Ableger der psychotherapeutischen Schulen; ein Beispiel ist die Gestaltpädagogik (vgl. Fatzer, 1988).


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Dr. Rupprecht Weerth, Bochhorststr. 162, D-48165 Münster, Tel. 02501-924544